Montag, 18. Juni 2012

1st-World-Readin-Problems: What to Read next?

Heute beendet: Die Magierin von Trudi Canavan, und damit die Die Gilde der schwarzen Magier Trilogie. Und das Ende macht mich fertig. Es ist einfach so...unnötig und unfair. Ich habe, kaum dass ich die letzten Worte gelesen hatte, sofort Fluffy angerufen - und ich konnte nicht aufhören zu weinen. Ich bin es gewohnt, dass ich bei Büchern emotional sehr mitgehe. Ich rege mich auf, leide mit, breche in schallendes Gelächter aus und muss ab und zu auch mal das Buch kurz zuklappen, weil ich mich so für einen Charakter fremdschäme. Ich bin auch häufig nicht mit dem Ende einverstanden, aber es passiert sehr, sehr selten, dass mich ein Ende, das ich so nicht in Ordnung finde, derartig mitnimmt. Ich bin sprach- und fassungslos und etwas neben der Spur.
Ich hatte eigentlich vor, auch die Folge-Trilogie um Sonea zu lesen, aber ich brauche tatsächlich erstmal Abstand.

Jetzt stehe ich First-World-Reading-Problem: Welches buch wird mich die nächsten Tage begleiten?
Zur Auswahl stehen:
Dante - Die Göttliche Komödie
Brent Weeks - The Way of Shadows
Einführung in die Stilistik
George R.R. Martin - A Clash of Kings
Alexandra Potter - Me and Mr Darcy

Großartig.
Ich werde wohl gleich Lose ziehen.

Sonntag, 10. Juni 2012

3.00 nachts in Berlin

Es ist ja nichts neues, dass ich einfach vergesse, schlafen zu gehen wenn mich ein Buch fesselt - oder ich gleich quasi durchmache. Grade so wieder geschehen letzte Nacht. Eigentlich wollte ich nur ein, oder zwei Kapitel in Die Rebellin von Trudi Canavan lesen, bevor ich mich wieder meinen Unisachen widme. Ich wollte mir das Buch bis montag einteilen, weil heute ja Sonntag ist und ich nicht weiß, wo ich den zweiten Teil jetzt herbekommen soll. Versuch fehlgeschlagen, das Unterfangen endete damit, dass ich um 3.00 das Buch schloss, mich umdrehte und sofort wie eine sehr befriedigte Tote einschlief.
Jetzt habe ich das Problem, dass ich mir zum einen ein neues Buch aus meinem Schrank greifen muss - nicht dass es da keine Auswahlmöglichkeiten gäbe - und zum anderen mit meinen Unitexten hinterherhänge.

In knapp drei Wochen ist Halbzeit. Also, Halbzeit des Jahres. Ich werde dann Bücherbilanz ziehen. Vielleicht schaffe ich es bis dahin mal, meinen Bücherblog zu aktualisieren, den ich zwar seit Anfang des Jahres habe, aber seit eben jenen Jahresanfang nicht mehr bearbeitet habe. Dabei habe ich soviel gelesen, soviel zu erzählen. Fehlt halt die Zeit. Bis in drei Wochen dann. Jawollja.

Samstag, 9. Juni 2012

Monster Khaos...monströs ekelig


Ich überstehe die meisten Tage ja nur deswegen, weil ich mich mit Unmengen an Kaffee zuschütte. Leider wird die Starbuckssucht irgendwann sehr teuer und die Koffein-Wach-Schwelle wird immer höher gelegt. Seit kurzem probiere ich mich dementsprechend durch das Energydrinkangebot der hiesigen Supermärkte. Ich hatte einen gefunden - Rockstar mit irgendwas drin - den ich megagut fand. Bis ich herausfand, dass er 50% mehr Kalorien als Coke hat. Nicht Coke Zero, echte Coke. Also weiter probieren.
Heute: Monster Khaos. Klingt gut, schmeckt scheiße. Nämlich genauso wie ich mir den Geschmack von Energydrinks immer vorgestellt habe: Hustensaft oder Hustensaft mit Gummibärchen oder Hustensaft mit Brausepulver. Monster Khaos gehört wohl in Kategorie 2. Ist egal, allen dreien ist der absolute Würgfaktor gemein.
Ich versuche, diesen flüssigen Würgreflex runterzubekommen, im Kühlschrank steht ja noch ein weiteres Testobjekt. Ich bin gespannt.

...mir reicht's, ab jetzt bin ich ein Pony!

...oder genauer ein Einhornpony.
Beim Pony Creator von generalzoi werden Kleinmädchenträume - oder Albträume - wahr.
Man kann alles einstellen, von Größe und Gewicht über Horn oder nicht bis hin zu den unzähligen Möglichkeiten der Mähnen und Schweife - von den Farben mal ganz abgesehen. Es sind quasi keine Grenzen gesetzt.

Ich in Einhornponyausgabe bin etwas düster ausgefallen, aber Spaß hat es dennoch gemacht.

Freitag, 8. Juni 2012

EM-Start.

Zum ersten Mal seit Jahren wohne ich nicht in der Nähe eines FiFa-FanFestes, nur um mich dann gleich mit Freunden für das zweite Spiel zu verabreden. Aber es soll gegrillt werden und Bier geben und mit Freunden macht sowas immerhin Spaß. Mir ist spontan zwar nicht nach den Vollpfosten in der Bahn, aber meine alternative Abendgestaltung ist noch trostloser. Also Menschen. Ein bisschen das Spiel des sozialen Beisammenseins mitspielen und an meiner Sozialphobie arbeiten.

Bis dahin muss ich noch allerdings wach werden. Bisher habe ich den halben Tag verschlafen, die andere Hälfte vergammelt und meine Texte schauen mich immer noch so vorwurfsvoll an. Also jetzt Kaffee, dann Tierethik, dann Kaffee, dann Notizen runterschreiben, dann ein Kapitel Hannah Ahrendt, dann Kaffee. 
Anziehen, Maske ins Gesicht schminken, Energydrink und das Bier aus dem Kühlschrank einpacken, Lächeln nicht vergessen und ab dafür.

Vielleicht wird das heute doch ganz schön.

Donnerstag, 31. Mai 2012

Verpennt. Kacke.

Gestern gegen halb neun klingelt es an der Tür. Rami, von nebenan. Hatte ganz vergessen, dass wir zum Bier verabredet waren. Zum Glück hatte er noch eins, und kurz darauf saßen wir mit Bier/Schnaps und Kippen bei ihm in der Küche. Lange nicht mehr einen so tollen verquatschen Abend über alles und nichts gehabt. Besser: Nacht. Um halb vier habe ich endlich mal auf die Uhr geschielt. Scheiße. Um sechs klingelt doch mein Wecker. Seiner wohl um sieben. Also schnell verabschieden und rüber, gleich ins Bett. Nicht ohne vorher den Wecker auf acht zu stellen. Sofort einschlafen wie eine Tote. Und natürlich den Wecker nicht hören. 
Aufwachen. Fuck, halb elf. Vor zwei Stunden wollte ich in der Bibliothek sein. Na scheiße. Aufstehen, Schokoshake und Kaffee, duschen. Der Schreibtisch wird zur Bibliothek umgedacht, ran an den Speck. Oder die Texte. Sind ja ein paar. Nachher zu H&M, die Jeansjacke umtauschen. Hinterher zum Dealer und mit dekadenten Kaffee zum Seminar. Aber erst Texte.
Sonnenbrand tut immer noch weh. Eingecremt ist der Rücken schon, vielleicht nehme ich noch ein Schmerztablette. Kann man von Ibuprofen eigentlich abhängig werden? Ich wüsste nicht warum, gibt weder Endorphinrausch noch lustige Farben oder spaßige Tiere. Vielleicht mach ich was falsch. 


Mittwoch, 30. Mai 2012

Enjoying Summer

Und hier der Beweis:
Der fetteste Sonnenbrand seit locker 12 Jahren. Richtig autschn, aber das passiert, wenn man seine Rückfront beim Eincremen vergisst. Zum Glück gibt es erst nächste Woche wieder richtiges Park-Wetter, bis dahin ist der hoffentlich abgeklungen und vor allem braun geworden.

Dienstag, 22. Mai 2012

PG.Lost - Berlin

Sonntag war ich seit gefühlten Ewigkeiten auf einem Konzert. Ich hatte - natürlich mal wieder als letzte - mitbekommen, dass sich PG.Lost die Ehre gaben (ich sollte vielleicht entgegen meiner Abneigung häufiger meinen Facebookfeed checken) und nach langem Hinundherüberlegen bin ich dann doch nach Berghain in die Kantine gefahren.
12€ Eintritt, aber ich weiß noch, wie sehr ich mich Anfang 2011 geärgert habe, als ich nicht hingegangen bin. Ich war viel zu früh - wie immer - aber ich musste mir eh noch ein Ticket besorgen, und so kam es, dass ich fast eine Stunde lang im Konzertsaal saß und aufden Beginn des Konzertes wartete. Um die Zeit totzuschlagen habe ich mir ein T-Shirt gekauft, und darüber das Poster, das ich eigentlich unbedingt haben wollte, glatt vergessen. Naja, sie kommen ja bestimmt wieder.

Um 21:05 betraten Lost in Thought die Bühne, und ich muss sagen: gut gewählte Vorband. Werd ich mir noch häufiger anhören. Bei einem Song war ich, ich unmusikalischer, schmachtender Laie, tief beeindruckt vom Schlagzeuger, der sich in einem Tempo derartig austobte, dass mir beim Zusehen schon die Puste ausging. Und nein, es war nicht die obligatorische Beckenmaltretierung, sondern er hat die Schlagbude komplett bearbeitet. Nicht schlecht. Blöd, dass es keinen Merch gab.
Was mich wirklich, wirklich mega genervt hat waren die Menschen hinter mir. Ich stand relativ weit hinten, und hinter mir waren die Leute die ganze Zeit am quatschen, als hätten sie sich drei Jaher  nicht gesehen. Selbst wenn's so wäre, könnte man das Verpasste auch später bei nem Bier nachholen, und nicht mitten bei einem Post-Rock-Konzert, dass zwar lauter ist als Zimmerlautstärker, aber eben kein Hardcorekonzert, wo jeder Versuch, sich zu unterhalten, unweigerlich in einer Stimmbandentzündung endet. Gott, was war ich genervt.
Aber die Band war toll, und schon jetzt hatte es sich gelohnt, den inneren Schweinehund zu überwinden und sich unter Menschen zu wagen.

Um 22:15 kamen dann endlich die Jungs von PG.Lost. Wurde auch Zeit.
Ich weiß nicht, womit es losging, ich kann die Songs tlw. einfach nicht auseinander halten. Im Hintergrund lief die ganze Zeit ein Film, perfekt abgestimmt auf die Highlights der Songs. Manchmal wurden Geschichten erzählt, manchmal einfach nur Landschaftsbilder, und immer wieder lösten sich die FIlmstreifen in braune, Blubbernde Blasen auf. Sehr geil! Und meine beiden Lieblingssongs wurden auch gespielt, und damit ist ein Konzert sowieso schon immer um Grade besser.
Ich weiß nicht, ob es an der Hitze des Tages lag, an der Hitze des Saales, an meinem allgemeinen Unwohlsein dieser Tage oder tatsächlich an der Band, aber ich hatte - und das habe ich sonst beim Hören so nie - oft den Gedanken: "Ey, das nimmt ja gar kein Ende..." Nun hat Post-Rock die Eigenschaft von langen Songs ohne Gesang, und grade PG.Lost klingen dabei oft sphärisch und nicht mehr ganz mit der Welt verbunden. Das ist der Grund, warum ich sie so mag, aber ich habe gemerkt, dass es für mich auf einem Konzert nicht funktioniert. Als sie die Zugabe gespielt haben, hatte ich das Gefühl, ich würde gleich platzen und skandierte im Kopf die ganze Zeit "Kommt zum Ende. Bitte." Nicht weil sie schlecht waren, sondern weil ich nicht mehr konnte. Es war warm und eng und ich wollte nur noch raus, aber natürlich trotz allem nicht eine Sekunde vom Konzert verpassen. Als der Erste die Bühne verließ, bin ich quasi aus der Kantine geflüchtet. Endlich frische Luft, endlich Platz.

Ich mag PG.Lost nach wie vor. Aber auf ihre Konzerte werde ich wohl nicht mehr gehen, es passt für mich einfach nicht. Ich höre sie lieber zu Hause in Ruhe statt mit verschwitzten Menschen zusammengepfercht in einer Konzertlocation. Ich werde mir, wenn sich die Gelegenheit bietet, trotz allem Morne und This will Destroy You angucken, zwei weitere Bands aus diesem Genre, denn bei der Vorband war das Konzerterlebnis ein ganz anderes.

Ich  habe also eine neue Mission: herausfinden, ob Post-Rock-Konzerte meins sind - oder nicht.


Samstag, 28. April 2012

Mein unsoziales Gen



Endlich. Sommer. 27°.
Eine Freundin hatte zum fetten Grillbeisammensein eingeladen und ich  - ganz getreu meinen Vorsätzen mich diesen Sommer nicht zu verkriechen - habe mich tatsächlich verdammt drauf gefreut. Auch dann noch, als irgendwann gemerkt habe, dass ich außer meiner Freundin keinen kennen werde. "Egal", dachte ich, "lernste halt mal neue Leute kennen, ist doch toll." Kam aber anders.
Ich fühle mich allgemein in Menschenmengen alles andere als pudelwohl, aber auf dieses komprimierte Konzept von Menschenmenge komme ich am wenigsten klar. Als ich irgendwann ging, war die Gruppe 20 Mann (und Frau) stark. Aber fangen wir von vorne an.
Ich war von den Geladenen die erste und hab meine Decke neben die erste gelegt, und die nachfolgenden Menschen legten ihre Decken an, wie bei Domino halt. Dann kam endlich der erste Grill (in Berlin scheint derzeit Grillknappheit zu herrschen), und der wurde am anderen Ende des Deckendominos, das inzwischen einem Floß glich, angezündet. Die Nachfolgenden kannten immer mal einen oder alle und hockten sich dann gleich dazu und es bildeten sich so kleine Grüppchen, die munter drauflos nölten (zuviel gesoffen letzte Nacht), quatschten (gestern war Monsterbash), lachten (weeßte, der Hans-Gerd hat das und das...) und gammelten - übrigens so mindestens zwei Meter von mir weg. Ich saß...auf meiner Decke. Und als die Grills schließlich nicht nur an sondern auch bestückt waren, verlagerten sich auch die letzten Leute im 2m-Radius in den 4m-Radius.
"Ja, wäre sie einfach mit umgezogen" - denkste, jetzt kommt nämlich mein unsoziales - oder: soziophobes - Gen ins Spiel. Das Gen, das für mein Verhalten in solchen Menschengruppen verantwortlich ist. Das mich hemmt, mich irgendwo dazuzusetzen, mitzureden und dabeizusein. Ich kann nicht einfach aufstehen, zu Leuten, die ich nicht kenne, hingehen, und sagen: "Hallo, hier bin ich, was geht ab?" Ich bin auch nicht gut darin, Smalltalk zu halten, jedenfalls nicht auf Anhieb. Und dieses Deckenfloß wirkte mehr und mehr wie eine immer höher werdende Mauer, die ich einfach nicht überwinden konnte. Und anscheinend wirkt es auf andere so, als hätte ich kein Interesse an Menschen oder mich wohlfühlen auf meinem Deckengefängnis, total abweisend und mir selbst genügend. Vielleicht ist es zuviel erwartet, dass Fremde sich einfach mal zu einen setzen, wenn man es selbst ja nicht kann, aber ich kam mir so dämlich, deplatziert und überflüssig vor...Nach zwei Stunden bin ich unter einem Vorwand gegangen. Ich kann ja schlecht sagen, was los war, das klingt so unfassbar selbstmitleidig...

Keine Ahnung. Muss erstmal sortieren.

Jetzt Coke Zero und Detektiv Conan. 
Blubb.

Dienstag, 20. März 2012

It's been a long time...

Kinners, wie die Zeit vergeht. Ich bin immer noch im "Urlaub" zu Hause in Hamburg, war grade eine Woche in München, und was in den letzten dreieinhalb Wochen passiert ist würde ewig dauern um es niederzuschreiben.
Ich habe zwar unglaublich viel erlebt, neue Leute kennengelernt und vor allem sehr deutlich gespürt, dass ich eigentlich, wenn ich denn überhaupt einen Platz in der Welt habe, hier her gehöre. Nach St.Pauli. Vielleicht nicht mal direkt Hamburg, sondern..St.Pauli. Das laut schlagende Herz der Stadt. Und es ist denn verwunderlich? Ich bin direkt in diesem Herz Hamburgs aufgewachsen, wie kann sich mein Herz dann woanders wohl fühlen? Das einzige Problem ist: ich habe keinen richtigen Platz, keinen Ort, an dem ich richtig hingehöre. Sicher, ich habe meine Orte, wo ich mich am wohlsten fühle. Millerntor, Hafen, Elbe, Alster, bestimmte Parkecken...aber ich gehöre trotzdem nirgends dazu. Das Fremdkörpergefühl wächst wieder.
Irgendwie gehöre ich nirgends hin, zumindest fühlt es sich grade so an. Ich passe nirgends richtig rein, womit ich in der Regel wenig bis gar keine Probleme habe. Aber jetzt grade fühle ich mich mutterseelenallein. Und irgendwas in den letzten Wochen hat sich verändert. Als würde ich innerlich kalt werden, unbeweglich, und kein Aas kommt ran. Es fühlt sich fast an wie die Depressionen vor ein paar Jahren, nur dass ich damals das Haus kaum noch verlassen habe, während ich mich jetzt with full force ins Leben werfe. Kann ja nur besser werden. Und da es endlich wärmer wird und ich dann wieder stundenlang irgendwo in der Sonne liegen kann, wird sich der Rest auch legen. Und ich werde hoffentlich wieder aufhören, mich vor mir selnst zu ekeln, mich für mich zu schämen und aufhören, nur als leere Hülle durchs Leben zu wandern.